Medizinethik

Der Arbeitsbereich Medizinethik beschäftigt sich mit ethischen Fragestellungen, die sich gegenwärtig im Kontext der biomedizinischen Praxis und Forschung sowie auf der gesundheitspolitischen Ebene ergeben.

Der Arbeitsbereich ist interdisziplinär ausgerichtet, da zur Bearbeitung der vielfältigen ethischen Herausforderungen Sachkenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen und fachliche Kompetenzen unterschiedlicher Disziplinen nötig sind.

Neben der Beschäftigung mit den klassischen Themen der klinischen Ethik, beispielsweise Herausforderungen der Reproduktionsmedizin, am Lebensende oder der Transplantationsmedizin, stehen aktuell Fragen der Forschungsethik im Vordergrund, wobei es beispielsweise um einen angemessenen Umgang mit Forschungsdaten geht. Darüber hinaus stehen Themen in soziokultureller bzw. gesellschaftspolitischer Perspektive, wie die Behandlung chronischer Erkrankungen oder eine gerechte und nachhaltig ausgerichtete Gesundheitsversorgung im Zentrum unseres Interesses.


aktuelle Buch-Publikationen des Geschäftsbereiches Medizinethik

  Buchcover Aging and Human Nature                      

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Der Geschäftsbereich organisiert die Lehre im Querschnittsbereich Ethik, Geschichte und  Theorie der Medizin im Medizinstudium (Lehrveranstaltungen)

Porträt
Prof. Dr. phil. Claudia Bozzaro,
Leiterin Geschäftsbereich Medizinethik

 


Sekretariat

Gabriele Eilenberger
Tel: 0431 / 500 - 30331
Bürozeiten: Montag bis Donnerstag in der Zeit von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Klinische Ethikberatung

Das Institut organisiert die klinisch-ethische Beratung im UKSH und ist für alle Mitarbeiter, Patienten und ihre Angehörigen erreichbar:

Konsile oder Fallbesprechungen auf der Station können hierüber kurzfristig vereinbart werden.

Mit Verabschiedung der Geschäftsordnung im September 2017 konnte das klinische Ethikkomitee (KEK) am Campus Kiel seine Arbeit aufnehmen. Das Ethikkomitee des UKSH, Campus Kiel, dient als unabhängiges Gremium der Beratung, Orientierung und Information in medizinethischen klinischen Fragen. Es versteht sich als ein Forum für kontroverse moralische Entscheidungsfindungen und bietet die Chance, anstehende oder bereits getroffene Entscheidungen interdisziplinär und interprofessionell ethisch zu reflektieren und aufzuarbeiten.

Das Klinische Ethikkomitee ist NICHT für Fragen der Beratung bei Forschungsprojekten, Medikamentenstudien etc. zuständig.Die Zuständigkeit für forschungsethische und -rechtliche Belange liegt bei der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen direkt an die  Ethik-Kommission.

Beratungsservice Forschungsethik

Wer eine Biomaterialsammlung plant oder mit klinischen Proben forschen möchte, benötigt das Votum der zuständigen Ethik-Kommission. Wesentlicher Bestandteil eines Ethikantrages sind die Aufklärungs- und Einwilligungsdokumente für Patientinnen und Patienten, Probandinnen und Probanden sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für die Erstellung dieser Dokumente zur Einreichung bei der Ethikkommission bietet das Biobanken-Netzwerk P2N der Medizinischen Fakultät der CAU einen Beratungsservice Forschungsethik an, der ärztliche und wissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen in Hinblick auf die ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte bei ihrem Antrag berät. Dieses Angebot hilft, den Aufwand bei der Beantragung und Begutachtung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie für die Ethikkommission zu verringern und ist damit ein ergänzender Baustein zur Steigerung der Effizienz in der medizinischen Forschung an der CAU.

Als unterstützendes Material wurde eine generische modulare Aufklärung und Einwilligungserklärung für Patientinnen und Patienten sowie Probandinnen und Probanden erarbeitet, die sich an dem aktuellen Mustertext des Arbeitskreises Medizinischer Ethikkommissionen in Deutschland (AKEK) orientiert. Dieses generische Musterdokument hat bereits ein zustimmendes Votum der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der CAU erhalten und eröffnet die Möglichkeiten eines broad consent zur Verwendung von Biomaterialien und zugehörigen medizinischen Daten für aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte.

Studien und Forschungsprojekte sowie Biobanken, die für die Nutzung von Daten und Biomaterial einen broad consent anstreben, haben die Möglichkeit, das oben genannte Dokument unter Anpassung weniger studienspezifischer Aspekte zu verwenden.

Weitere Informationenauf dem Webauftritt des UKSH

Gesine Richter, MA, MBA