Medizinethik

Die Biomedizinethik befasst sich mit der Frage, wie wir in der modernen biomedizinischen Praxis und Forschung ethisch handeln können. Dabei geht es um ‚klassische’ klinisch-ethische Herausforderungen; etwa wann eine Therapiezieländerung am Lebensende ethisch zulässig ist oder wie knappe Spenderorgane gerecht verteilt werden können. Fragen der Forschungsethik – also ob eine bestimmte Form der Forschung ethisch problematisch, zulässig oder sogar geboten ist – gehören ebenso zum Themenspektrum des Faches wie der ethische Umgang mit Innovationen in der biomedizinischen Praxis und Forschung (vom Heilversuch bis hin zu ‚big data’-Projekten der sogenannten ‚omics-Disziplinen’). Und nicht zuletzt rücken immer mehr Probleme mit direkt gesellschaftlicher Dimension ins Zentrum der medizinethischen Arbeit, etwa Fragen nach der gerechten Verteilung der Ressourcen im Gesundheitswesen oder die ethischen Herausforderungen in der Bevölkerungsmedizin (Public Health)

Im Geschäftsbereich wird die Medizinethik in ihrer gesamten Breite bearbeitet, mit Forschungsschwerpunkten, die auf den nächsten Seiten genauer beschrieben werden . 

Daneben organisiert der Geschäftsbereich die Lehre im Querschnittsbereich Ethik, Geschichte und  Theorie der Medizin im Medizinstudium und bietet außerdem weitere extrakurrikulare Veranstaltungen an (Lehrveranstaltungen)

Das Institut organisiert die klinisch-ethische Beratung im UKSH. Unsere Oberärztin Frau Dr. Rogge ist dafür unter

für alle Mitarbeiter, Patienten und ihre Angehörigen erreichbar. Konsile oder Fallbesprechungen auf der Station können hierüber kurzfristig vereinbart werden.

Die Gründung eines klinischen Ethikkomitees (KEK) befindet sich in der Planungsphase.

 

Prof. Dr. Alena Buyx, Professorin für Medizinethik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Experimentelle Medizin

 Bild von Prof. Buyx